KI - Scheinwerfererkennung

Zu hell oder zu dunkel... Bei Autoscheinwerfern sind beide Optionen gefährlich. Aber nicht alle Scheinwerfer sind gleich. 

Die Einstellungen werden immer anspruchsvoller. Für die Zulassung und regelmäßige Überprüfung von Scheinwerfern im Automobilbereich werden Prüfgeräte eingesetzt. Diese erfassen mit Hilfe von Sensoren die Intensitätsverteilung des Scheinwerferlichts und werten sie nach vorgegebenen Bewertungsverfahren aus.

Neue Technologien wie Matrix-LED-Scheinwerfer und eine Vielzahl neuer herstellerabhängiger "Advanced Frontlighting System" (AFS)-Lichtverteilungen stellen große Herausforderungen an die bestehenden Auswerteverfahren. Sie erfordern auch von den Werkstattmechanikern immer umfangreichere Kenntnisse im Umgang mit den Prüfgeräten." So steht es im Fachartikel des Mittelstand Digital Zentrums Chemnitz über das Projekt "Klassifizierung von Scheinwerfern mittels KI". 

Wir sind Teil des Projekts und Ihr Ansprechpartner für Softwareentwicklung und Bildverarbeitung. 

Das Projekt und erste Ergebnisse wurden auf der SpectroNet Collaboration Conference 2023 in Erfurt vorgestellt. Diese zeigen bereits das hohe Potential von KI im Bereich der Bildverarbeitung und Sensorik und sind ein Beispiel für KI-Projekte, die wir für unsere Kunden umsetzen können. 

Video der Konferenz

 

Projektdetails:

 

Die Ausgangssituation:

Die steigende Komplexität von Scheinwerfertypen erschwert deren Klassifizierung und ist mit analytischen Verfahren allein nicht zu bewältigen. KI-Methoden sollen diese nun ergänzen oder ersetzen. Entscheidend ist dabei die Wahl der richtigen Algorithmen, Hyperparameter und Trainingsmethoden. KI-Modelle müssen in der Lage sein, feine Unterschiede und komplexe Muster in den Daten zu erkennen und zu interpretieren. Darüber hinaus ist die effektive Verarbeitung der Bilder und die Extraktion der für die Klassifikation relevanten Merkmale technisch anspruchsvoll. 

Lösungsweg: 

Zunächst wurden im Onboarding-Workshop die genauen Ziele, die Anforderungen an die KI-Lösung sowie die aktuelle Datenlage präzisiert. Der Firmenpartner stellte seinen Anwendungsfall detailliert vor. Anschließend führte das Team eine umfassende Datenanalyse und -vorverarbeitung durch. Als Nächstes wurde ein einfaches KI-Modell mit Fokus auf der Klassifikationsaufgabe erstellt, getestet, kontinuierlich erweitert und an die erforderliche Komplexität angepasst. 

Ergebnis: 

Das Team vom Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz entwickelte prototypisch ein komplexes KI-Modell, welches im vordefinierten Genauigkeitsbereich liegt. Besonderen Wert legen die Projektpartner auf die Erklärbarkeit und Transparenz der industriellen KI-Lösung. Die bisherigen Erkenntnisse und Optimierungen wurden umfassend dokumentiert und in eine Demonstratoranwendung für die Scheinwerferprüfsoftware integriert.

 

„Die Zusammenarbeit mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz war ein echter Gewinn für unser Unternehmen. Gemeinsam haben wir eine innovative KI-Lösung zur Klassifizierung von Scheinwerfern entwickelt, die nicht nur unsere Effizienz steigert, sondern auch neue Maßstäbe in der Qualitätssicherung setzt. Diese Partnerschaft hat uns gezeigt, wie wertvoll der Einsatz von KI in der Produktion ist.“

Dr.-Ing. Uwe Schleichert, Geschäftsführer VELOMAT Group

 

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